• Moni Schiller

Das Gänseblümchen – Lecker und gesund!

Neulich konnte ich meine beiden Kinder dabei beobachten, wie sie im Garten Gänseblümchen hochgeworfen haben und dann versuchten, diese mit dem Mund aufzufangen. Sie hatten so viel Spaß dabei und waren für mich die Inspiration diesen Beitrag zu schreiben.



Hand aufs Herz. Wann habt ihr das letzte Mal ein Gänseblümchen gegessen?

Ich finde, die Blüten schmecken einfach lecker. Zunächst leicht nussig, doch dann hinterlassen sie einen leichten Säure-Kick auf der Zunge. In meinem Garten blühen sie bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühjahr um die Wette. Kein Wunder, denn Gänseblümchen gehören zu den ausdauernden Kräutern, die man fast das ganze Jahr finden kann. Mit ihren eng am Boden anliegenden Grundrosetten überstehen sie den Winter und rutschen im Sommer auch unter dem Rasenmäher durch. Werden die Blüten oft abgeschnitten, wachsen die Stängel einfach etwas kürzer, so dass es die Pflanze trotzdem schafft zu blühen. Was für eine schlaue Überlebensstrategie!


In diesem, auf den ersten Blick unscheinbaren Blümchen, stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe: Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium sowie Vitamin A+C und sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Saponine, Gerbstoffe und Flavonoide. Die Blätter und die Blüten des Gänseblümchens können sowohl in der wilden Küche, als auch in der Volksmedizin oder im Bereich der Kosmetik unheimlich vielfältig genutzt werden.


In der Küche verwendet man es am einfachsten, indem man ein paar frische Gänseblümchenblüten oder -blätter über den Salat streut oder ein Brot „blumig“ schön dekoriert. Das Auge isst ja schließlich mit. In einem Kräuterquark oder einer Kräuterbutter lässt es sich auch wunderbar mit anderen Wildkräutern kombinieren. Der Geschmack der Gänseblümchenblätter erinnert übrigens an Feldsalat.


Aus den getrockneten Blüten kann man einen leckeren Tee zubereiten, der in der Volksmedizin bei Husten und Bronchitis eingesetzt wird. Gänseblümchentee hilft außerdem bei Magen-Darmstörungen und kann für eine stoffwechselanregende Frühjahrskur verwendet werden. Schon Kräuterpfarrer Künzle empfahl das Gänseblümchen als Zutat für jeden Kindertee.

Für die Zubereitung des Tees, werden einfach zwei Teelöffel der getrockneten Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen.


Toll finde ich auch Möglichkeiten zur äußeren Anwendung, denn das Gänseblümchen tut auch unserer Haut gut. Es wirkt entzündungshemmend, beruhigend, klärend und straffend auf unsere Haut. So hilft z.B. eine Gänseblümchentinktur bei unreiner Haut, z.B. in der Pubertät.


So stellt man die Tinktur her:

Eine Hand voll Gänseblümchen in ein Schraubglas füllen. Mit ca. 40%-igem Alkohol (z.B. Doppelkorn) übergießen und ca. 4 Wochen stehen lassen. Täglich schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe besser lösen. Danach das Ganze durch ein Baumwolltuch abseihen und in eine Braunglasflasche füllen.

Diese Tinktur ist mehrere Jahre haltbar.

Sie sollte nur auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden, da der Alkohol die Haut sonst zu sehr austrocknet.

Alternativ kann man die Tinktur auch mit Apfelessig ansetzen. Die Vorgehensweise ist die Gleiche, nur dass man anstatt Alkohol eben Apfelessig verwendet.



Es gibt noch so viel über das Gänseblümchen zu erzählen. Vielleicht im Rahmen einer Kräuterführung oder eines Workshops? Sicher ist aber, dass dieses wunderbare Blümchen der Seele gut tut und den Menschen bei seinem Anblick ein Lächeln ins Gesicht zaubert.